Buffer-Overflow: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Xinux Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zeile 5: Zeile 5:


=Was passiert beim Buffer-Overflow=
=Was passiert beim Buffer-Overflow=
*Wenn ein Programm gestartet wird, weist ihm das Betriebssystem einen bestimmten Speicherbereich zu.  
*Wenn ein Programm gestartet wird, weist ihm das Betriebssystem einen bestimmten Speicherbereich zu.  
*In einem Teil davon liegt der eigentliche Programmcode.  
*In einem Teil davon liegt der eigentliche Programmcode.  
*Dieser ist geschützt und kann nicht geändert werden.  
*Dieser ist geschützt und kann nicht geändert werden.  
*Darüber liegt der Heap , in dem das System globale Variablen und Konstanten ablegt.  
*Darüber liegt der Heap , in dem das System globale Variablen und Konstanten ablegt.  
*Dann folgt der Stack , der lokale Variablen und den Inhalt von Prozessorregistern aufnehmen kann.
*Dann folgt der Stack , der lokale Variablen und den Inhalt von Prozessorregistern aufnehmen kann.
*Im Stack liegen auch die Rücksprung-Adressen von Unterprogrammen, also von Verzweigungen im Hauptprogramm.
*Im Stack liegen auch die Rücksprung-Adressen von Unterprogrammen, also von Verzweigungen im Hauptprogramm.
*Beim Buffer-Overflow wird eine lokale Variable mit mehr Inhalt gefüllt, als für Sie reserviert ist.
*Dadurch kann der Stack und damit die Rücksprungadresse überschrieben werden.
*Wenn die Rücksprungadresse ungültig ist, kommt es zum Programmabsturz.
*Der Trick der Hacker besteht jetzt darin, die Rücksprungadresse auf Programmsegmente zu lenken, die den eigentlichen Schadcode enthalten.
=Beispiel=
*Wir haben die Funktion stack_overflow
void stack_overflow(const char *foo)
{
    char bar[7];
    strcpy(bar, foo);
}
*Wird die Funktion nun aufgerufen:
stack_overflow("abcdefghij")


*Beim Buffer-Overflow wird eine lokale Variable mit mehr Inhalt gefüllt, als für Sie reserviert ist.
*So ergibt sich ein Buffer Overflow, da nicht genug Speicher für bar[7] allokiert wurde.
*Die Funktion strcpy(), die in diesem Fall unsere Eingabe in bar[] kopiert ist ein Beispiel.
*Diese steht für eine Funktion die oft zu Überläufen führen kann, wenn nicht auf die Grenzen geachtet wird.
*Abhängig von dem ensprechenden Programm kann dieses dabei abstürzen und ein weitestgehend unkontrolliertes Verhalten aufweisen.*
Wird ein Bufferoverflow absichtlich erzeugt, so meist in der Absicht Code auf dem Zielsystem auszuführen.
*Die Ausführungsprivilegien entsprechen hierbei denen, des betroffenen Prozesses.
*Dies kann erreicht werden, indem Sprungadressen im Speicher abgelegt werden, die auf andere Speicherbereiche verweisen.
*So kann beispielsweise eine Rücksprungadresse auf eine Funktion diese ausführen.


*Dadurch kann der Stack und damit die Rücksprungadresse überschrieben werden.


*Wenn die Rücksprungadresse ungültig ist, kommt es zum Programmabsturz.


*Der Trick der Hacker besteht jetzt darin, die Rücksprungadresse auf Programmsegmente zu lenken, die den eigentlichen Schadcode enthalten.


{{#drawio:buffer-flow-1}}
{{#drawio:buffer-flow-1}}

Version vom 8. Oktober 2022, 23:36 Uhr

Grundlegendes

  • Einem Angreifern wird ermöglicht mit speziell ausgewählten Eingabe-Werten, die größer sind als der dafür im Programmcode vorgesehene Speicherplatz, die Ausführung der Software zu stören.
  • Bei geschickter Ausnutzung dieses Schwachstellen-Typs ist ebenfalls Code Execution möglich.

Was passiert beim Buffer-Overflow

  • Wenn ein Programm gestartet wird, weist ihm das Betriebssystem einen bestimmten Speicherbereich zu.
  • In einem Teil davon liegt der eigentliche Programmcode.
  • Dieser ist geschützt und kann nicht geändert werden.
  • Darüber liegt der Heap , in dem das System globale Variablen und Konstanten ablegt.
  • Dann folgt der Stack , der lokale Variablen und den Inhalt von Prozessorregistern aufnehmen kann.
  • Im Stack liegen auch die Rücksprung-Adressen von Unterprogrammen, also von Verzweigungen im Hauptprogramm.
  • Beim Buffer-Overflow wird eine lokale Variable mit mehr Inhalt gefüllt, als für Sie reserviert ist.
  • Dadurch kann der Stack und damit die Rücksprungadresse überschrieben werden.
  • Wenn die Rücksprungadresse ungültig ist, kommt es zum Programmabsturz.
  • Der Trick der Hacker besteht jetzt darin, die Rücksprungadresse auf Programmsegmente zu lenken, die den eigentlichen Schadcode enthalten.

Beispiel

  • Wir haben die Funktion stack_overflow
void stack_overflow(const char *foo)
{
    char bar[7];
    strcpy(bar, foo);
}
  • Wird die Funktion nun aufgerufen:
stack_overflow("abcdefghij")
  • So ergibt sich ein Buffer Overflow, da nicht genug Speicher für bar[7] allokiert wurde.
  • Die Funktion strcpy(), die in diesem Fall unsere Eingabe in bar[] kopiert ist ein Beispiel.
  • Diese steht für eine Funktion die oft zu Überläufen führen kann, wenn nicht auf die Grenzen geachtet wird.
  • Abhängig von dem ensprechenden Programm kann dieses dabei abstürzen und ein weitestgehend unkontrolliertes Verhalten aufweisen.*

Wird ein Bufferoverflow absichtlich erzeugt, so meist in der Absicht Code auf dem Zielsystem auszuführen.

  • Die Ausführungsprivilegien entsprechen hierbei denen, des betroffenen Prozesses.
  • Dies kann erreicht werden, indem Sprungadressen im Speicher abgelegt werden, die auf andere Speicherbereiche verweisen.
  • So kann beispielsweise eine Rücksprungadresse auf eine Funktion diese ausführen.



buffer-flow-1

Quelle

Beispiel