Informationssicherheitsorganisation: Unterschied zwischen den Versionen
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*In sehr kleinen Unternehmen kann es auch die Geschäftsführung sein, die diese Rolle selbst übernehmen muss. | *In sehr kleinen Unternehmen kann es auch die Geschäftsführung sein, die diese Rolle selbst übernehmen muss. | ||
*Fehlt im Betrieb die notwendige Expertise, sollte externer Sachverstand aus vertrauenswürdiger Quelle eingeholt werden. | *Fehlt im Betrieb die notwendige Expertise, sollte externer Sachverstand aus vertrauenswürdiger Quelle eingeholt werden. | ||
*Mit geschäftsbezogener IKT verhält es sich letztlich wie mit traditionellen Arbeitsgeräten: | |||
*Kein neuer Mitarbeiter würde ohne Einweisung eine neue Maschine bedienen. | |||
*Genauso sollte es auch im Umgang mit IKT sein. | |||
*Neue Beschäftigte müssen die IKT erklärt bekommen, bevor sie diese verwenden. | |||
*Daneben dürfen Unternehmen aber nicht den übrigen Mitarbeiterstamm vergessen, denn Betriebssysteme und Hardwarestandards ändern sich stetig und schnell. | |||
*Firmen sollten daher regelmäßig Weiterbildungs- und Informationsmöglichkeiten zur IT-Sicherheit anbieten oder sogar verpflichtend machen. | |||
=Basisschutz – Firewalls, Passwörter und Verschlüsselungen= | |||
*Virenscanner und eine Firewall sollte auf Ihren Rechnern installiert sein. | |||
Basisschutz – Firewalls, Passwörter und Verschlüsselungen | *Wichtig ist eine regelmäßige Aktualisierung von Virenscanner, Firewall und auch allen übrigen Programme der IKT-Systeme | ||
*Immer Updates durchführen, damit eventuelle Sicherheitslücken, zeitnah geschlossen werden. | |||
*Zum Basisschutz gehört auch, sichere Passwörter zu wählen | |||
Zum Basisschutz gehört auch, sichere Passwörter zu wählen | *Ein sicheres Passwort besteht aus einer zufälligen Kombination von mindestens acht Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen. | ||
*Schließlich wird empfohlen, ein Passwort nicht mehrfach zu verwenden. | |||
Ein sicheres Passwort besteht aus einer | *Um sich die Menge der infolge dessen anfallenden Kennwörter zu merken, kann ein Passwort-Manager hilfreich sein. | ||
*Nicht genutzte Geräte, wie PCs, Notebooks, Smartphones und Tablets, sollten grundsätzlich gesperrt werden, selbst wenn die Arbeitspausen nur kurz sind. | |||
Schließlich wird empfohlen, ein Passwort nicht mehrfach zu verwenden. Um sich die Menge der infolge dessen anfallenden Kennwörter zu merken, kann ein Passwort-Manager hilfreich sein. | *Ein weiteres potentielles Risiko verbirgt sich hinter der Nutzung kabelloser WLAN-Netzwerke. | ||
*Solche Netzwerke müssen jedoch verschlüsselt werden. | |||
Nicht genutzte Geräte, wie PCs, Notebooks, Smartphones und Tablets, sollten grundsätzlich gesperrt werden, selbst wenn die Arbeitspausen nur kurz sind | *Unternehmen sollten außerdem darauf achten, dass die Bezeichnung Ihres WLANs keine Rückschlüsse auf sie zulässt. | ||
*Zusätzlichen Schutz bietet hier das Abschalten der SSID-Kennung. | |||
Ein weiteres potentielles Risiko verbirgt sich hinter der Nutzung kabelloser WLAN-Netzwerke. | =Fernzugriff= | ||
*Greifen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zu Hause oder unterwegs auf das interne Unternehmensnetzwerk zu | |||
Unternehmen sollten außerdem darauf achten, dass die Bezeichnung Ihres WLANs keine Rückschlüsse auf sie zulässt. | *Dies sollte über ein durch VPN- oder SSL-Protokolle verschlüsseltes Netzwerk geschehen. | ||
*Anderenfalls werden Daten über das ungeschützte Internet versandt, was grundsätzlich für jeden einsehbar ist. | |||
Greifen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zu Hause oder unterwegs auf das interne Unternehmensnetzwerk zu | *Firmen können die sicheren Verbindungen bei ihren Internetprovidern beantragen. | ||
=Weitere Risikien= | |||
*Auch die Festplatte eines Rechners kann zum Risiko werden, falls diese verkauft, zur Reparatur gebracht oder unüberlegt entsorgt wird. | |||
*Sogar manuell gelöschte Dateien können in der Regel noch aufgerufen werden. | |||
*Durch die Löschung werden lediglich Informationen über den Speicherort, aber nicht die Inhalte entfernt. | |||
*Dasselbe gilt auch beim Formatieren der Festplatte. | |||
*Zur sicheren Löschung vertraulicher Daten sollten daher spezielle Programme eingesetzt werden. | |||
*Diese überschreiben den nicht mehr benötigten Speicherplatz, so dass die Daten unwiderruflich vom Speichermedium entfernt werden. | |||
=Regeln und Notfallpläne im Sicherheitskonzept dokumentieren= | |||
*Regeln zum Umgang mit der IKT sollten in einem Sicherheitskonzept schriftlich festgehalten werden. | |||
*Dort finden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur Vorgaben zur Nutzung der IKT, sondern auch wie Passwörter gewählt oder mit Daten verfahren werden sollte. | |||
*Ein Notfallplan hilft zusätzlich, Schäden durch Ausfall der IKT, versehentliche Datenlöschung oder eine Infizierung mit Viren, Würmern, Trojanern und anderer Malware zu minimieren | |||
*Schließlich sollte der Zugang zu sensiblen Daten eines Unternehmens, wie persönlichen Daten der Beschäftigten und Kunden oder Geschäftsgeheimnisse, bewusst geregelt werden. | |||
*Es sollte nur die Person auf diese Daten zugreifen können, die diese auch braucht. | |||
=Links= | =Links= | ||
*https://www.it-sicherheit-in-der-wirtschaft.de/ITS/Navigation/DE/Themen/Organisation-der-Informationssicherheit/organisation-der-informationssicherheit.html | *https://www.it-sicherheit-in-der-wirtschaft.de/ITS/Navigation/DE/Themen/Organisation-der-Informationssicherheit/organisation-der-informationssicherheit.html | ||
Aktuelle Version vom 31. Mai 2022, 15:29 Uhr
Organisation der IT-Sicherheit
- Bei IT-Sicherheit kommt es vor allem auf den Menschen an.
- Es müssen zwar technische Vorkehrungen getroffen werden.
- Diese allein können die Unternehmens-IT aber nicht hinreichend vor Sicherheitslücken schützen.
- Entscheidend ist die Sensibilisierung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
Das Risiko abschätzen
- IKT-Qualifizierung und Sicherheit sollten von jedem Unternehmen selbst systematisch organisiert werden.
- Der erste und wichtigste Schritt einer gut organisierten IT-Sicherheit ist die Einschätzung des Risikos.
- Nur wer seine Schutzgüter und Abhängigkeiten auf der einen Seite sowie die drohenden Gefahren auf der anderen Seite kennt, kann sich richtig schützen.
- Um den Handlungsbedarf im IT-Sicherheitsbereich zu ermitteln, ist es also oft hilfreich, zunächst einmal die schutzbedürftigen Unternehmensdaten zu identifizieren und herauszufinden, wo sie gespeichert sind.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schulen
- Um im nächsten Schritt abzuschätzen, welche Schutzmaßnahmen getroffen werden müssen ist es wichtig, im Unternehmen einen Verantwortlichen oder eine Verantwortliche zu benennen
- Der oder diese sollte sich entweder ohnehin mit Themen der IT-Sicherheit auskennen oder sich einarbeiteten.
- In sehr kleinen Unternehmen kann es auch die Geschäftsführung sein, die diese Rolle selbst übernehmen muss.
- Fehlt im Betrieb die notwendige Expertise, sollte externer Sachverstand aus vertrauenswürdiger Quelle eingeholt werden.
- Mit geschäftsbezogener IKT verhält es sich letztlich wie mit traditionellen Arbeitsgeräten:
- Kein neuer Mitarbeiter würde ohne Einweisung eine neue Maschine bedienen.
- Genauso sollte es auch im Umgang mit IKT sein.
- Neue Beschäftigte müssen die IKT erklärt bekommen, bevor sie diese verwenden.
- Daneben dürfen Unternehmen aber nicht den übrigen Mitarbeiterstamm vergessen, denn Betriebssysteme und Hardwarestandards ändern sich stetig und schnell.
- Firmen sollten daher regelmäßig Weiterbildungs- und Informationsmöglichkeiten zur IT-Sicherheit anbieten oder sogar verpflichtend machen.
Basisschutz – Firewalls, Passwörter und Verschlüsselungen
- Virenscanner und eine Firewall sollte auf Ihren Rechnern installiert sein.
- Wichtig ist eine regelmäßige Aktualisierung von Virenscanner, Firewall und auch allen übrigen Programme der IKT-Systeme
- Immer Updates durchführen, damit eventuelle Sicherheitslücken, zeitnah geschlossen werden.
- Zum Basisschutz gehört auch, sichere Passwörter zu wählen
- Ein sicheres Passwort besteht aus einer zufälligen Kombination von mindestens acht Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen.
- Schließlich wird empfohlen, ein Passwort nicht mehrfach zu verwenden.
- Um sich die Menge der infolge dessen anfallenden Kennwörter zu merken, kann ein Passwort-Manager hilfreich sein.
- Nicht genutzte Geräte, wie PCs, Notebooks, Smartphones und Tablets, sollten grundsätzlich gesperrt werden, selbst wenn die Arbeitspausen nur kurz sind.
- Ein weiteres potentielles Risiko verbirgt sich hinter der Nutzung kabelloser WLAN-Netzwerke.
- Solche Netzwerke müssen jedoch verschlüsselt werden.
- Unternehmen sollten außerdem darauf achten, dass die Bezeichnung Ihres WLANs keine Rückschlüsse auf sie zulässt.
- Zusätzlichen Schutz bietet hier das Abschalten der SSID-Kennung.
Fernzugriff
- Greifen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zu Hause oder unterwegs auf das interne Unternehmensnetzwerk zu
- Dies sollte über ein durch VPN- oder SSL-Protokolle verschlüsseltes Netzwerk geschehen.
- Anderenfalls werden Daten über das ungeschützte Internet versandt, was grundsätzlich für jeden einsehbar ist.
- Firmen können die sicheren Verbindungen bei ihren Internetprovidern beantragen.
Weitere Risikien
- Auch die Festplatte eines Rechners kann zum Risiko werden, falls diese verkauft, zur Reparatur gebracht oder unüberlegt entsorgt wird.
- Sogar manuell gelöschte Dateien können in der Regel noch aufgerufen werden.
- Durch die Löschung werden lediglich Informationen über den Speicherort, aber nicht die Inhalte entfernt.
- Dasselbe gilt auch beim Formatieren der Festplatte.
- Zur sicheren Löschung vertraulicher Daten sollten daher spezielle Programme eingesetzt werden.
- Diese überschreiben den nicht mehr benötigten Speicherplatz, so dass die Daten unwiderruflich vom Speichermedium entfernt werden.
Regeln und Notfallpläne im Sicherheitskonzept dokumentieren
- Regeln zum Umgang mit der IKT sollten in einem Sicherheitskonzept schriftlich festgehalten werden.
- Dort finden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur Vorgaben zur Nutzung der IKT, sondern auch wie Passwörter gewählt oder mit Daten verfahren werden sollte.
- Ein Notfallplan hilft zusätzlich, Schäden durch Ausfall der IKT, versehentliche Datenlöschung oder eine Infizierung mit Viren, Würmern, Trojanern und anderer Malware zu minimieren
- Schließlich sollte der Zugang zu sensiblen Daten eines Unternehmens, wie persönlichen Daten der Beschäftigten und Kunden oder Geschäftsgeheimnisse, bewusst geregelt werden.
- Es sollte nur die Person auf diese Daten zugreifen können, die diese auch braucht.